Küstenseeschwalbe - einzigartige Momente

 

Was passiert hier?

Ein Kampf um eine fette Beute?

 

Erst eine längere Beobachtung der Küstenseeschwalben brachte das nötige Verständnis für die Situation.

 

Ich habe es sehr genossen, ein paar Tage Zeit zu haben und diesen wunderbaren Vögeln regelmäßig zuschauen zu können.

 

Zudem hatte ich das Glück, dass einer der Anflugpunkte ein Fels in Küstennähe war, so dass ich dieses Erlebnis auch noch mit der Kamera festhalten konnte.

 

 Die folgenden Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

 

Madeira, an einer Steilküste mit dicken Felsbrocken im Wasser, an denen der Atlantik sich zuweilen laut tosend zu schaffen macht. 

 

Eine Küstenseeschwalbe mit einem dicken Fisch setzt sich auf einem Felsen nieder. Ein paar Sekunden später kommt eine weitere laut kreischend angeflogen. 

 

Für mich war das erst mal eine völlig unerwartete Situation. Glücklich darüber, die Kamera gerade im Anschlag gehabt zu haben, machte ich einfach nur Bilder dieser erst unverständlichen Szene.

 

Die Gischt spritzt hoch, der Fisch hat seinen Besitzer gewechselt und der andere Vogel scheint nicht  um die Rückgabe zu kämpfen.

 

Die Küstenseeschwalbe ist länger damit beschäftigt, den großen Brocken zu schlucken.

 

Erst nach weiteren Beobachtungen wird mir klar, dass das kein Kampf war, sondern das forsche Betteln eines Jungvogels um die ersehnte  Nahrung.

 

Beim ersten Anblick war die Körpergröße des Jungvogels irritierend. Gleichgroße Vögel habe ich erst als Futterrivalen gesehen.

In der Vogelwelt kann man oft beobachten, dass Jungtiere das Nest erst verlassen, wenn sie bereits fast so groß wie ihre Eltern sind.

 

Über die Tage konnte ich beobachten, dass nur ein Elternteil sich um das leibliche Wohl des Kleinen unermüdlich kümmerte. Ein weitere Küstenseeschwalbe war nicht in Sicht.

 

Mit kleineren Fischen war das Füttern sicher mühseliger, aber für den Jungvogel angenehmer zum Schlucken. Dieser wartete geduldig bis der Elternvogel in seine Nähe kam und fing dann lauthals an zu schreien, als könnte er übersehen oder vergessen werden.

 

Dieses Verhalten erleichterte mir das Fotografieren ungemein, denn ohne Stativ die ganze Zeit bereit zu stehen, ist ein anstrengendes Unterfangen. Ausserdem  sah die kleine Küstenseeschwalbe ihren Ernährer oft viel früher als ich und ich konnte gelassen in Stellung gehen, um die Fütterung im Bild festzuhalten.

 

Ein wunderbares Schauspiel!