Starke Farben

Astraktes Bild in den Farben rot, blau und den entsprechenden Mischtönen
Acrylmalerei in Kombination mit bedruckten Papieren 30 x 30 x 4

Komposition, Farbe und Leuchtkraft

Wie ist die Leuchtkraft der Farben in einem Bild zu steigern?

 

Wenn man gute, meist auch etwas teurere Acrylfarben kauft, sind in der Regel weniger Füllstoffe und mehr Farbpigmente enthalten, was die Farben intensiv erscheinen lässt. Dennoch liegt das Geheimnis zumeist in der Farbwahl und den entsprechenden Schattierungen, wie in den nächsten Schritten zu sehen ist.

 

Hier sind die beiden Grundfarben rot und blau, sowie die Mischtöne davon zum Einsatz gekommen.  

 


Probeskizze zur Bildaufteilung
Probeskizze zur Bildaufteilung

 

Auf der Leinwand wurde erst mal in den beiden Farben der Hintergrund angelegt. Dabei entstanden trotz Schattierungen und unterschiedlichen Farbverläufen kaum Hell- Dunkelkontraste, die auch zur Steigerung der Leuchtkraft beitragen.

 

Abstrakte Bilder leben oft von Ihren Formen, Flächen und Linien. Die Schattierungen und Überlagerungen lassen den Eindruck von Tiefe und Spannung entstehen.

Das Auge kann immer wieder neue Vorder- Hintergrundkombinationen wahrnehmen.

 

Lineare und flächige Unterteilungen kann man spontan vornehmen oder man versucht mittels einer Papierskizze erst mal eine Komposition zu erarbeiten. Sind die Linien erst mal auf dem Bild, können sie nicht einfach wieder entfernt werden.  


An schwarz-weiß Bildern kann man sehr gut die Kontraststärken auf den Bildern erkennen. Farben gleicher Helligkeit ergeben ähnlich graue Abbildungen. Die hellen Linien sind sofort als starker Kontrast zu erkennen.

 

Die Linien hätte man auch mit schwarzer Farbe auftragen können. Sie weißen Linien haben aber den Vorteil, dass sie einen besseren Hintergrund für den nächsten Farbauftrag bieten. Die helle Untergrundlinie leuchtet durch und erhellt die aufgetragenen Farben.

 

Wenn man auf dunkle Farben oder Hintergründe wieder helle Farbe aufträgt, ist die Leuchtkraft nicht so gut. Die Farbe muss dann schon sehr gut decken. So lange der Untergrund durchschimmert schwächt eine dunkle Farbe den nächsten Farbauftrag ab, während eine helle Untermalung die Farben besser zur Geltung bringt.

 

 

Ist die neue Bildaufteilung geschaffen, geht es im nächsten Schritt darum, wieder Farbe und Details ins Bild zu bringen.

 

Mit den gleichen Farben wurde Papier bedruckt. Drucktechniken ermöglichen Feinheiten und Strukturen, die man kaum mit dem Pinsel herstellen kann.  

 

Die Collage erlaubt ein spielerisches Ausprobieren. Die ausgewählten Elemente können verschoben, verkleinert, ergänzt werden, ohne das Bild in dem Stadium unwiederbringlich zu verändern. 



Bevor die Collageteile ihren endgültigen Platz eingenommen haben, wurde das Bild weiter bemalt.

Zu früh aufgeklebte Teile behindern die farbliche Weitergestaltung.  

 

Hier ist gut zu erkennen, wie die weißen Linien die Leuchtkraft der darüber gelegten Farbschicht verstärken.

 

Die hellen gesprenkelten und gemusterten Flächen stehen im Gegensatz zu den ruhigen und dunkleren Farbbereichen.Die verschiednen Flächen und Linien laden das Auge zum Suchen ein.


 




Zinnoberrot und Mangenta sind für sich schon stark leuchtende Farben. Das verwendete Blau ist überwiegend Coelinblau, das zusammen mit Pink gemischt ein wunderbares Lila ergibt. Coelinblau und Weiß ergeben ein schönes frisches Hellblau . 


 

Die Leinwand ist auf einen 4 cm tiefen Holzrahmen aufgezogen. Hier lohnt es sich besonderen Wert auf die Bemalung der Seitenflächen zu legen. 

 

Diese Bilder brauchen keinen Rahmen und haben eine starke räumliche Tiefenwirkung.