Vom Foto über die Zeichnung zum abstrakten Bild

 

 

 

Zur Zeit blüht der Rainfarn an den Wegesrändern.

 

Diese Blüten,

die wie kleine Tellerchen aussehen und die filigranen gefiederten Blätter sind eine gute Vorlage zum Zeichnen und Malen.

   

Die folgenden Bilder, Skizzen und Beschreibungen dienen als Anregung zum Ausprobieren.


Von der konkreten Vorlage zum abstrakten Bild...

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von meinem Spaziergang habe ich nicht nur Fotos, sondern auch ein paar Blätter vom Rainfarn mitgebracht.

 

Die Blätter in flüssige Farbe getaucht, lassen  wunderbare Abdrücke auf Papier entstehen.

Hier habe ich flüssige Zeichentinten, die es in allen möglichen Farben gibt, benutzt. Das geht aber genau so gut mit Aquarellfarben.

 

 

 

 



Diese Skizze ist mit einem feinen Edding entstanden. 

 

Es ist ein Ausprobieren, verschiedener Ansichten und ein Herantasten an die Blattstruktur. Dabei geht es nicht darum die perfekte Form zu kopieren. Es gilt ein Gefühl für die Anordnung und Form zu gewinnen. Wenn wir die Formen erfasst haben, fällt es der Hand wesentlich leichter, sie in lockerer Bewegung auszuführen.


Auf dem Weg kann man sich mit dem Motiv vertraut machen. Das ist ein spielerischer Zugang, um zu ergründen, was einen anspricht und was einem gefällt.

 


Wie kommt man von einer konkreten Vorlage zum abstrakten Bild?


Dass die Blüten vom Rainfarn und ihre Anordnung sich als Vorlage für abstrakte Kompositionen eignen,

wird vor allem bei dem dritten Foto, das ich mit Photoshop Elements bearbeitet habe, ersichtlich.

Manchmal fällt eine Abstraktion uns leichter, wenn verschiedene Details bereits ausgeblendet sind.


Der nächste wichtige Schritt ist die Umsetzung. Dabei ist der Anspruch "Es muss ein tolles Bild werden" extrem hinderlich. 

Nach dem feinen Skizzieren habe ich eine größere Zeichnung angelegt. Wie auf den untern Bildern zu sehen ist, habe ich einfach ein Stück Packpapier gewählt, das bereits auf dem Arbeitstisch als Unterlage zur Verfügung stand. 

 

Mit einem Pinsel und schwarzer Acrylfarbe wurden die Formen zügig auf das Papier gesetzt. Als Vorlage diente das oben bearbeitetet und vereinfachte Foto. 

 

Der nächste Schritt war, eine Wiederholung der Blütenformen mit einem dicken Bleistift und

dann noch mal mit einem dicken Farbstift.

 

Anschließend hatte ich Lust noch in großzügigen Bewegungen Acrylfarbe über das Ganze zu setzen.

 

Solche Übungen machen Spaß und sie machen frei. Sie regen das spontane Arbeiten an und unterstützen kreative Prozesse. Es fällt dadurch immer leichter, einfach anzufangen und auszuprobieren. Diese Erfahrungen fließen anschließend wie selbstverständlich in die Malerei mit ein.